Skigau-Talente feiern Saisonabschluss
Die Talente vom Skiverbandverband Oberland sind nun für ihren Trainingsfleiß im Winter belohnt worden. Im Seeforum in Rottach-Egern fand die Gesamtsiegerehrung am Sonntag 17.04.2016, für die Alpinen statt.
Wer fleißig trainiert und arbeitet, darf nach getaner Arbeit gebührend feiern. Das haben die Talente im Ski alpin vom Skiverband Oberland (SVO) auch getan, noch dazu an einem ehrwürdigen Platz: Im Seeforum in Rottach-Egern fand die Gesamtsiegerehrung des SVO statt. Rund 300 Kinder und Jugendliche kamen mit ihren Eltern und Trainern, um ihre Leistungen in den Rennserien Utzinger Cup, Hexal Cup und dem Sparkassen Cup gemeinsam zu feiern.
Auffällig war, dass geschätzt 90 Prozent der Sportler in Dirndl oder Lederhosen erschien. Eine Aktion, die wegen der Heimatverbundenheit von vielen Seiten besonders hervorgehoben wurde. „Es ist einfach total schön, die Kinder so zu sehen“, sagte etwa Sabine Wittmann, Sportreferentin im Landkreis Miesbach. Wittmann war bei der Siegerehrung ebenso zu Gast wie BLSV-Kreisvorsitzende Helga Zimmermann und Christian Köck, Bürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern. Sie sahen zu Beginn der Siegerehrung auch eine Reihe an Bildern, die im Saal an die vergangene Saison erinnerten.
Klar: Im Vordergrund stehen zurecht die vielen Erfolge der Athleten und demzufolge die akribische Arbeit der Trainer. Wittmann hob aber auch die ehrenamtlichen Leistungen hervor, die der SVO im Hintergrund leistet. Dazu gehören organisatorische Aufgaben, vor allem aber die Pflege und Präparation der Skipisten in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. „Es steckt ein großes Engagement im Hintergrund“, bekräftigte Wittmann. „Wir sind unheimlich stolz, dass wir so einen Skiverband haben, der auf allen Ebenen im Einsatz ist.“ Die Sportreferentin bat zudem um die weitere Unterstützung von Seiten der Sponsoren, damit der SVO auch in Zukunft wertvolle Nachwuchsarbeit leisten kann.
Denn nichts anderes ist das Ziel des Verbandes, der eine schwierige Saison hinter sich gebracht hat, wie die SVO-Vorsitzenden Hans Rieder und Christa Winkler erklärten. Das Wort „Wintersport“ deutet an, dass für viele Disziplinen Schnee notwendig ist, doch von diesem gab es in den vergangenen Monaten wenig. „Wir konnten erst ab dem 18. Januar richtig trainieren“, sagte Rieder. „Wir mussten auch sehr oft kurzfristig reagieren und Rennen verlegen.“ Dies habe aber meistens gut geklappt, was auch an der guten Zusammenarbeit mit dem Skiverband München lag. Beide Verbände richteten beispielsweise kurzfristig ein Rennen in Kaltenbach (Zillertal) aus. Rieder hofft, dass die Organisation in der nächsten Saison wieder etwas einfacher wird. „Als Skisportler müssen wir zuversichtlich sein“, sagte er.
Der Fokus richtet sich aber nicht auf Wetterprognosen, sondern auf sportliche Belange. „Eine Saison heißt, dass neue Aufgaben warten.“ Ein Elternabend fand bereits statt, bei dem es um den Fahrplan für die kommenden Monate ging. Für die Sportler beginnt bereits ab Mai das Sommertraining, bis August stehen Koordinations-, Schnelligkeits- und Krafttraining auf dem Programm. Im September oder Oktober beginnt Rieder zufolge das Gletschertraining. „Wir hoffen, dass wir bis Ende Dezember 30 Skitage bekommen.“
Der SVO gab bei der Siegerehrung bekannt, dass Monika Berghammer nach langjähriger Tätigkeit in der Geschäftsstelle aufhört, ihre Nachfolgerin wird Sabine Danner. Änderungen wird es zur neuen Saison auch im Trainergespann geben. Anna Bergmann und Fabian Datzer treten aus beruflichen Gründen kürzer, ihre Nachfolger sollen laut Rieder in Kürze bekanntgegeben werden. Jonas Lerchenmüller, Kathrin und Georg Summerer, Alexander Bayer, Jakub Malczewski, Klaus Ertl, Magdalena Lippert, Sebastian Hladik und Nikolai Nantschev hingegen werden auch in der neuen Saison mit den Kindern trainieren.
Das gilt auch für Michaela Schmotz. Die ehemalige Skirennläuferin aus Fischbachau ist seit dem vergangenen Jahr hauptamtlich Landestrainerin im SVO und hat Rieder zufolge eine hervorragende Arbeit geleistet. „Es ist wichtig für uns, einen gut strukturierten, hauptamtlichen Trainer zu haben.“ Schmotz soll auch im nächsten Jahr einen großen Teil dazu beitragen, dass viele Kinder stolz und in Tracht zur Gesamtsiegerehrung kommen.


