Erfolge für deutsche Damen beim Europacup am Sonnenbichl
Parallel zu den Olympischen Spielen in Sotschi fanden am 20. und 21. Februar zwei Europacup-Damen-Slaloms in Bad Wiessee statt. 55 der besten Nachwuchsläuferinnen aus zwölf Nationen traten am Audi-Skizentrum Sonnenbichl gegeneinander an, darunter auch die beiden SVO-Athletinnen Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) und Susanne Weinbuchner (SC Lenggries). Elisabeth Willibald vom SSC Jachenau war zwar gemeldet, konnte aber verletzungsbedingt nicht starten.
Die beiden Tage verliefen für das deutsche Team äußerst erfolgreich: Schmotz, die vor zwei Jahren beim Europacup an gleicher Stelle noch ausgeschieden war, fuhr am Donnerstag beim ersten der beiden Nachtslaloms auf Rang drei. Besser waren nur die Schwedin Magdalena Fjällström, die das Rennen mit fast zwei Sekunden Vorsprung vor Marina Wallner (SC Inzell) für sich entschied. Auf Platz vier komplettierte Lena Dürr vom SV Germering den deutschen Erfolg. Die zweite Lokalmatadorin Susl Weinbuchner kam auf Rang 16.
Am zweiten Tag setzte Wallner noch eins drauf. Die Inzellerin fuhr diesmal ganz nach vorne und siegte mit 24 Hundertstel Vorsprung vor Nadja Vogel aus der Schweiz (Vortag Rang 15) und der Österreicherin Eva-Maria Brem (Vortag Rang 23). Die Siegerin vom Donnerstag, Magdalena Fjällstöm (SWE), verpasste mit nur fünf Hundertstel Rückstand einen Stockerlplatz. Marlene Schmotz schied dagegen im ersten Durchgang kurz vor dem Ziel aus. Etwas erfolgreicher lief es für Weinbuchner. Die Lenggrieserin konnte sich zum Vortag um fünf Plätze verbessern und landete heute auf dem elften Platz. Die Platzierungen der übrigen deutschen Damen: 13. Katharina Dürr (SV Germering), 16. Monica Hübner (SC Garmisch) und 18. Veronika Staber (WSV Samerberg-Törwang). Im zweiten Lauf schieden aus: Lena Dürr (SV Germering) und Maren Wiesler (SC Münstertal).
Für den gebührenden Abschluss der beiden Europacup-Tage sorgte der offizielle Empfang der Olympia-Bronzemedaillen-Gewinnerin Viktoria Rebensburg. Die 24-Jährige aus Kreuth wurde begeistert von den Zuschauern empfangen und im Anschluss für ihren Erfolg von Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider und dem Skiclub-Vorsitzendem Sepp Bartl geehrt.
Rund um sehr zufrieden zeigte sich der der Schweizer Robert Rosenkranz, Technischer Delegierter des Internationalen Skiverbandes FIS: „Trotz der widrigen Wetterverhältnisse haben die Veranstalter hervorragende Pistenverhältnisse geschaffen. Dafür gebührt ihnen ein dickes Lob!“ Auch OK-Chef Wolfgang Sprenger zeigte sich darüber sehr erfreut und lobte den unermüdlichen Helfereinsatz der vielen Freiwilligen: „Trotz der warmen Wetterbedingungen waren dies zwei gelungene Renntage. Auch das Feedback der Rennläuferinnen und von FIS-Verantwortlichen war einstimmig positiv. Mein Dank geht auch wieder an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und ihren unermüdlichen Einsatz.“
Da hatte dann auch Walter Vogel, Geschäftsführer der Marketing-GmbH des Deutschen Skiverbands, allen Grund zur Freude. „Das waren zwei phantastische Tage“, sagte er. „Solch’ tolle Bedingungen kann man nur schaffen, wenn man so viele, hochqualifizierte und engagierte Helfer zur Verfügung hat.“ In diesem Zusammenhang dankte er dem Förderverein Schneesport insbesondere für den Einsatz in diesem Winter. „Dieser Hang steht dem Nachwuchs seit November für Training und Wettkämpfe zur Verfügung. Das ist herausragend.“ Schon am Wochenende war am Sonnenbichl übrigens wieder Hochbetrieb: zwei Rennen des Deutschen Schülercups standen auf dem Plan.


