Pflichtfortbildung in Osttirol vom 7.-9.2.2014

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24.04.2014 Text: Herbert Kuffner Foto: privat

 

Da der Schnee in diesem Winter mehr im Süden zu finden war, sind wir am Fr. 7.2. nach

Osttirol ins Pustertal zur Pflichtfortbildung gefahren. Die Anfahrt war problemlos – eine

Woche davor, hätten wir ziemliche Probleme bekommen: da waren einige Straßen, ja sogar

das Felbertauern-Südportal gesperrt. Aber bereits bei der Anfahrt waren wir über die

Schneemassen erstaunt: die Spurbreiten von etlichen Straßen war deutlich reduziert;

überall türmten sich am Rand die Schneemassen.

Nach dem Abendessen gings dann zur Sache: Die 14 Teilnehmer konnten den Vortrag über

GPS nach dem Abendessen nicht einfach nur über sich ergehen lassen, sondern mussten

aktiv ihre Geräte kennenlernen und die Einstellungen selbst nachvollziehen. Der Vortrag war

so aufgebaut, dass sich immer Theorie über GPS, Navigation und Kartenkunde mit den

praktischen Anleitungen abwechselten. Diese Kombination von Vortrag und aktiver

Mitarbeit forderte zwar beide Teile, den Referenten und die Teilnehmer, war aber sehr

fruchtbar, da hier die Vorbereitungen für die Arbeit im Gelände gelegt wurden. Die Theorie

wurde nur soweit vertieft, wie sie wirklich zum Verständnis notwendig ist. Einige Teilnehmer

kamen zum ersten mal mit GPS in Berührung, für einige war es eine Vertiefung ihres

Wissens.

Am Samstag war dann als Skitour das Gaishörndl im Villgratental angesagt. Am Beginn der

Tour ist schon seit Jahren dort ein LVS-Check-Point eingerichtet, an dem jeder Tourengeher

die Funktion seines Geräts überprüfen kann und auch sollte!

Das Wetter besserte sich zusehends und bei besten Schneebedingungen 1000 Hm über

freie Hänge zu steigen, war für alle das reinste Vergnügen. Die Wegefindung bereitete keine

Probleme und es konnten alle Navigationsübungen durchgeführt werden und alles Mögliche

ausprobiert werden. Bei der Abfahrt blieb für jeden, trotz der großen Teilnehmerzahl, Raum

für eigene Spuren.

Es war natürlich auch ein Thema, wie verhält sich so eine große Gruppe im Gelände? Die

Aufteilung erfolgte in 2 Gruppen, die sowohl im Aufstieg als auch bei der Abfahrt

entsprechende Abstände einhielten und auch innerhalb der Gruppen war die Disziplin sehr

groß, so dass Jeder maximales Vergnügen hatte – dies ist nicht immer eine

Selbstverständlichkeit! Die Themen wurden während und nach dem Abendessen nochmals

aufbereitet und lebhaft diskutiert.

Die Wettervorhersage für den Sonntag war leider nicht gut, aber wir konnten zwar bei

Schneefall gleich vom Haus weggehen und über Wiesn zum ortseigenem Schlepplift hoch.

Der lies uns auch gleich hochfahren. Von dort gings durch steilen Wald hoch. Im freien

Gelände war die Sicht wegen Wolkenfetzen recht schlecht; das gehen war beim starken

Wind auch nicht so angenehm. Doch keinem fehlte es an guter Laune, da wir ja in tiefster

Winterlandschaft unterwegs sein konnten. Nur durch entsprechende Ortskenntnisse und

GPS fanden wir dann auf dem Grat die Kl. Skihütte. Wirklich Windschutz gabs da auch nicht,

so dass wir schleunigst zur Großen bewirtschafteten Hütte abfuhren, wo wir uns es gut

gehen liesen.

Nach einer Stärkung gings über den Rodelweg und die Skipiste wieder direkt zurück zur

Unterkunft.

Für Alle war es natürlich wegen dem üppigen Schnee ein tolles Erlebnis; aber aus dem

Abschlußgespräch war auch zu erkennen, dass ein Umgang mit GPS nur aus der

Kombination von Theorie und Praxis erlernbar ist und erst vor Ort die im praktischen

Umgang notwendigen Bedienungen erlernt werden können – dies mag dann später wirklich

helfen, wenn man mit der Gruppe im Nebel steht oder in unbekanntem Gelände eine

Einfahrt finden muß. Wobei der Umgang mit einer Papierkarte und Kompass nicht

vernachlässigt werden darf.

Wir fanden es natürlich auch toll, dass die Gegend in Osttirol und die Walter-Stubn mit

separatem Raum mit Beamer, großzügigen Ferienwohnungen und Wellnessbereich ein

Ambiente bieten, wo es Spaß macht, solche Veranstaltungen durchzuführen.

Und Danke an Gert für seine Bilder